Lichtpause
Lichtinstallation in der alten Schweinemarkthalle, 2012





In der alten Schweinemarkthalle entsteht Anfang 2013 ein Gründerzentrum für Branchen der Kreativwirtschaft. Die denkmalgeschützte Halle wird zu einer Stadt aus mehreren Seefrachtcontainern, die günstig gemietet werden können und Raum für temporäres und gemeinsames Schaffen bieten. Für die Kulturnacht "Schwein gehabt" auf dem Schlachthofareal wurde die alte Schweinemarkthalle mit einer Lichtinstallation in Szene gesetzt, um die Besucher auf das Projekt aufmerksam zu machen. Das Gebäude befindet sich mitten in der Bauphase und ist ringsherum großzügig abgesperrt. Die einzelnen Container stehen zu diesem Zeitpunkt in Reih und Glied vor dem Gebäude.
Die geplante Anordnung der Container im Inneren der Schweinemarkthalle ist durch eine abstrakte, grob skizzierte Struktur von Leuchtstoffröhren nachgezeichnet - eine Lichtpause der Architektur.
Einzelne, ausgewählte Container sind an bestimmten Stellen, wie Ecken oder Kanten mit weißen Leuchtstoffröhren markiert. Diese Markierung wird an ihrem endgültigen Platz im Gebäude durch Leuchtstoffröhren mit der Farbe des Containers skizziert. Von außen betrachtet bekommt man eine Vorstellung der zukünftigen Containerstadt in der Schweinemarkthalle.
Die Installation wird durch mehrere unabhängig voneinander steuerbare Stromkreise zu einem dynamischen, organischen System, das sich teils durch zufällige Bewegung, teils durch programmierte Abläufe in einem Wechselspiel befindet. Die Konstruktion und Dekonstruktion der Lichter legen den Prozess des Bauabschnitts offen und verweisen spielerisch auf den gedachten Austausch der Einheiten des Gründerzentrums, welches durch immer neue Konstellationen besetzt sein wird, die verschieden untereinander kommunizieren sollen.

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