Europäische Kulturtage 2012
Konzertante Plastiken


Bühnenaufbau Lichthof 3 der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe


Uraufführung von Olga Neuwirth - Ishmaelas White World


Uraufführung von Markus Hechtle – Kleines Licht

Die Europäischen Kulturtage
fanden dieses Jahr anlässlich des 60. Geburtstages von Wolfgang Rihm unter dem Untertitel "Musik baut Europa" statt. Zur Eröffnung wurden die "Konzertanten Plastiken" uraufgeführt, fünf Auftragswerke, die von Rihms Freunden, Schülern und Weggefährten komponiert wurden. Dabei stand der skulpturale Aspekt und der Bezug der Musik zum Raum im Vordergrund. Bei zwei Werken sind die Musiker sogar einzeln im Raum auf verschiedenen Ebenen verteilt.
Die "Konzertanten Plastiken" wurden an einem Ort aufgeführt, der durch seine vielfältige Funktion und verschiedene Nutzung besticht. So führt uns die Möglichkeit einer offenen und weiten Architektur zu einer losen und dynamischen Form. Durch einen geschickten Eingriff in die vorhandene Infrastruktur mit räumlichen Elementen wie Bühne, Bestuhlung und Licht wird eine Schnittstelle zwischen Musiker, Raum und Klang erstellt.

Raum
Der skulpturale Charakter der Aufführung wird durch eine unkonventionelle Bestuhlung und eine gedrehte Anordnung der Bühne zum Raum subtil unterstrichen. Die Bühne fügt sich trotz des Bruchs der strengen Linie des Raumes in die Architektur und ergänzt sich zu einem großflächigen Panorama, das die Elemente wie Treppe und Galerien mit einbezieht. Eine ungewöhnliche Raumsituation für ein Musiktheater entsteht.

Bühne
Die eigentliche Bühne besteht aus einem losen, flexiblen Gefüge mit Modulen verschiedener Höhe. Teile der Architektur wie Treppen und Galerien erweitern die Bühnensituation. Eine fragmentierte Bühnensituation gibt Möglichkeiten für verschiedene Anordnungen der Musiker und Instrumente. Die Instrumentengruppen werden nach ihrer Art getrennt und auf den jeweiligen Elementen platziert.

Licht
Durch ein sehr reduziertes, diffuses Licht wird eine Unschärfe im Raum erzeugt. Die Umrisse der Musiker werden als schemenhafte Figuren im dekonstruierten Raum verwischen. Der Raum öffnet sich für die Musik und die Musiker treten in den Hintergrund.
Das Raumlicht, das Bühnenlicht und eine Lichtarchitektur aus Leuchtstoffröhren bieten eine Grundlage für die Stücke, welche sich zusätzlicher Lichtkomponenten bedienen und ihre eigene Nuancen bekommen.

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